Männliche D1-Jugend erkämpft ein Remis in Mülheim

+++ HC Koblenz erkämpft dramatisches Remis in Mülheim +++

Am gestrigen Sonntag stand für die männliche D-Jugend des HC Koblenz das mit Spannung erwartete Rückspiel gegen Handball Mülheim-Urmitz auf dem Programm. Wie schon im Hinspiel versprach die Partie hochklassigen Jugendhandball in der Region – ein Duell auf Augenhöhe zweier starker Mannschaften.

Die Vorfreude auf das Rückspiel war groß. Nach der knappen Ein-Tore-Niederlage im Hinspiel hatte sich das Koblenzer Team intensiv vorbereitet. In den vergangenen vier bis fünf Wochen lag der Trainingsschwerpunkt insbesondere auf dem individuellen und kollektiven Abwehrspiel. Ziel war es, sich gerade in diesem Bereich weiterzuentwickeln und als Mannschaft noch stabiler aufzutreten. Entsprechend hochmotiviert und fokussiert reiste man nach Mülheim – wissend, welch starke Mannschaft dort wartet.

Der HC Koblenz erwischte einen Traumstart. Von der ersten Minute an waren die Jungs hellwach, präsent und extrem engagiert. Die Trainingsarbeit zahlte sich sofort aus: In der ersten Halbzeit stand die Abwehr hervorragend, ließ kaum klare Chancen zu und agierte mit großer Leidenschaft und gegenseitigem Pushen. Auch das Tempospiel funktionierte ausgezeichnet, sodass sich die Koblenzer zur Pause eine verdiente Führung von fünf Toren erspielen konnten.

Nach dem Seitenwechsel reagierte Mülheim-Urmitz mit einer taktischen Umstellung und stellte den Kreisläufer verstärkt auf die halbrechte Position. Dieser kluge Schachzug brachte den HC Koblenz zunächst aus dem Konzept. Die neue Formation bekam man nicht sofort in den Griff, was zu mehreren Gegentoren über diese Seite führte. Trotz fehlender Gegenmaßnahmen entwickelte sich erneut das, was diese Duelle auszeichnet: ein hochdramatisches Spiel auf sehr hohem jugendhandballerischem Niveau.

Die Koblenzer behaupteten meist eine knappe Führung von ein bis zwei Toren, ehe Mülheim zum Ausgleich kam. In der Schlussphase ging der HC Koblenz nochmals mit einem Treffer in Führung, doch die letzten Sekunden hatten es in sich. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen einen Koblenzer Spieler – ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – brachte zusätzliche Spannung. Mülheim blieb im Angriff, profitierte zudem von einer nicht geahndeten Fußaktion und erzielte schließlich in den letzten Sekunden den Ausgleich.

Am Ende stand ein packendes Unentschieden, das alles bot, was ein Spitzenspiel ausmacht: Spannung, Dramatik und Leidenschaft. Auffällig waren die vielen Siebenmeter auf beiden Seiten – ein klares Zeichen für die robusten und gut organisierten Abwehrreihen beider Teams. Ein großes Lob an den Schiedsrichter, der die schnelle und kampfbetonte Partie jederzeit souverän leitete.

Das Fazit aus Koblenzer Sicht fällt positiv aus. Die Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie defensiv auf diesem Niveau hervorragend mithalten kann und in der Abwehr große Entwicklungsschritte gemacht hat. Nun geht es für die Jungs in eine wohlverdiente vierwöchige Pause, bevor im Januar die nächsten Aufgaben warten.

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