HC Koblenz II unterliegt in Gerolstein
+++SV Gerolstein - HCK II (33:25) +++
HC Koblenz: Am Samstagabend traf Gerolstein in der heimischen Grundschulhalle auf die Zwote des HC Koblenz. Nach dem Abpfiff stand ein klares 33:25 für die Gastgeber zu Buche — ein Ergebnis, das den Spielverlauf ziemlich deutlich widerspiegelt. Obwohl Koblenz zu Beginn durch einen Treffer von Marco Sauer mit 0:1 in Führung ging, riss danach der Faden: Fehler im Aufbauspiel, Unsicherheiten in der Abwehr und mangelnde Bindung führten dazu, dass Gerolstein schnell das Tempo übernahm. Bereits nach rund zehn Minuten lag Gerolstein mit 7:4 in Front – und baute den Vorsprung Stück für Stück aus. In dieser Phase zwangen die Gastgeber die Koblenzer oft mit platzierten Rückraumwürfen und cleveren Aktionen über Außen in die Defensive; die Abwehr wirkte häufig nicht kompakt genug und ließ zu viele Chancen zu. So wuchs der Rückstand bis zur Halbzeit auf 17:10 — ein Polster, das Gerolstein selbstbewusst und kontrolliert verwaltete.
Nach der Halbzeit setzte sich der Trend fort. Koblenz zeigte zwar vereinzelt offensive Nadelstiche — besonders Spieler wie Lukas Brink mit sechs Treffern und Alex Heibel mit vier Toren zeichneten sich aus — insgesamt mangelte es aber an Konstanz. Ballverluste und ungenaue Abschlüsse verhinderten, dass der Rückstand gefährlich wurde. Gleichzeitig wirkte Gerolstein abgeklärter, sicherer und nutzte konsequent seine Chancen. Immer wieder setzte der Gegner mit Rückraumwürfen und seitlichen Angriffen Akzente, traf auch aus der Distanz oder nutzte den Schwung schneller Angriffszüge. Koblenz tat sich schwer, Ruhe ins Spiel zu bringen — unter Druck fehlte die Genauigkeit. Im Tor der Gäste hielt sich der ein oder andere gute Reflex, doch insgesamt waren die Abschlüsse der Gastgeber zu präzise und konsequent.
Am Ende steht ein verdienter 33:25-Erfolg für Gerolstein. Für Koblenz II bleibt als ernüchterndes Fazit: Die klaren defensiven Lücken und die unzureichende Stabilität im Angriff haben verhindert, dass die Mannschaft ihr Potenzial abrufen konnte, denn wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. Genau dieses Gefühl spiegelte der Spielverlauf wider — zu oft agierte Koblenz zu passiv, ließ sich in die Defensive drängen und fand nicht mehr in den eigenen Rhythmus zurück. Wenn man einen Punkt aus diesem Abend mitnimmt, dann die Erkenntnis, dass Kompaktheit in der Abwehr, Konzentration im Angriff und mentale Stabilität gerade in Druckphasen unbedingt sichergestellt sein müssen.